ARGE Heimatforschung

Heimatmuseum Rother Hof Pottendorf

Neues aus dem Archiv

Familien- und Ahnenforschung

Ab Ende November sind auch die Matriken der Pfarre Pottendorf digitalisiert worden. Insgesamt sind das 47 Bände, die hier von einer Wiener Firma eingescannt wurden.

Die Aufzeichnungen der Pfarre Pottendorf beginnen mit 1639, für die Filialkirche Landegg von 1784 bis 1868 und für die ehemalige Pottendorfer Schlosspfarre von 1822 bis 1835.

 

Wichtige Hinweise für die Pfarren

Mit Ende des Jahres 2015 wurde nun die im Jahr 2011 begonnene Digitalisierung aller Matrikenbücher der Pfarren der Erzdiözese Wien vom Beginn der jeweiligen Matrikenführung an bis einschließlich 1938 (Ende der „Altmatriken“) abgeschlossen.

Die entsprechenden Bilddateien können nun nach Maßgabe der Bestimmungen des Personenstandsgesetzes (insbesondere Sperrfristen) online unter folgender Adresse eingesehen werden: http://www.matricula-online.eu

 

Mit der Digitalisierung ist nun eine Einsicht in die Originalmatrikenbücher nicht mehr nötig. Dies bedeutet einerseits eine Schonung der oft jahrhundertealten Originalbücher – ihre Erhaltung und Aufbewahrung auf Dauer ist durch das Personenstandsgesetz ausdrücklich vorgeschrieben –, andererseits werden die Pfarren dadurch von der bis jetzt oft sehr aufwändigen Betreuung von Ahnen- und Familienforschern entlastet. Dem Beispiel der Diözesen St. Pölten und Graz-Seckau, in denen die Digitalisierung der Pfarrmatriken schon früher abgeschlossen wurde, folgend, wird nun auch für die Erzdiözese Wien die Regelung erlassen, Originalmatrikenbücher nicht mehr zur Benutzung an Parteien vorzulegen. Das bedeutet zukünftig:Familien- und Ahnenforscher sind ausnahmslos auf die Online-Benutzung zu verweisen.

Aufgrund der gesetzlichen Sperrfristen sind die Geburts- und Taufbücher (Sperrfrist: 100 Jahre) derzeit bis einschließlich 1915 einsehbar; die Trauungsbücher (Sperrfrist: 75 Jahre) und die Sterbebücher (Sperrfrist:30 Jahre) sind mittlerweile bis zum Ende der ‚Altmatriken‘ (1938) online einsehbar.

 

Von 1916 bis 1938 und in allen Fällen, in denen Matrikendaten aus Altmatriken aus sonstigen rechtlichen und wissenschaftlichen Gründen benötigt werden, sind die Antragsteller ausnahmslos an das Diözesanarchiv Wien, 1010 Wien, Wollzeile 2, Tel.: +43(0)1 5155252/3673

(daw@edw.or.at) zu verweisen. (Dies gilt insbesondere auch für spezielle wissenschaftliche Fragestellungen/Projekte.)

Ab 1. August 1938 (Trauungen) bzw. ab 1. Jänner 1939 (Geburten und Sterbefälle) sind für Personenstandseintragungen ausschließlich die staatlichen Standesämter zuständig und es sind daher Anfragende zu Personenstandsdaten ab 1938/1939 immer nur an die Standesämter zu verweisen.

Die Ausstellung von Personenstandsurkunden bzw. ‚Wortgetreuen Matrikenauszügen‘ sowie von Taufscheinen aus den Büchern erfolgt nur in rechtlich begründeten Fällen auch weiterhin ausschließlich durch das örtlich zuständige Pfarramt.

Amtliches Wiener Diözesanblatt der Erzdiözese (154. Jahrgang, Nr. 1, Jänner 2016, Seite 6-7)