Landegg Denkmäler
Das Italienerdenkmal erinnert heute noch an die vielen Toten im Lager. 1955 kam eine Reisegruppe von 46 Italienern nach Landegg, die meisten von Ihnen aus San Lorenzo. Am 18. Juli wurde das Denkmal enthüllt und geweiht. Die Gäste brachten eine Tafel mit – in italienischer und deutscher Sprache. Beide Gemeinden – Pottendorf und San Lorenzo – schlossen einen Partnerschaftsvertrag. Das Denkmal steht ein kleines Stück vor der Leithabrücke linker Hand.
Anschauen kann man auch das weiße Kreuz auf dem Feldweg von der Rettung (Landegg) nach Ebenfurth. Der Dorfrichter Johann Meßgolitsch hat es 1678 gestiftet zum Dank für die Verschonung von der Pest.
Das Bärentreiber-Denkmal erinnert an eine Geschichte, daß die Bauern einen Bären, der außerhalb der Ortschaft sein Unwesen trieb, erschlagen hätten. Ein gewisser Jörgel aus Gumpoldskirchen dreht allerdings die Bärenjagd in eine Geschichte von den sieben Schwaben. Und erschlagen sei am Ende nur ein Hund worden. Nach diesem Artikel war „Bärentreiber“ ein Schimpfwort für die Landegger Burschen. Würdige Kenner des Volksbrauchs führen das Bärentreiben auf einen steirisch-kärntnerischen Brauch zurück, bei dem ein als Bär verkleideter Bursche Schabernack treibt, vorwiegend mit Dirndeln. Dann kommen die Bärentreiber, fangen ihn und alles endet mit einer mächtigen Sauferei im Wirtshaus, man kann auch sagen mit einem Volksfest. Möglicherweise ist aber die Geschichte mit dem Hund doch nicht so von der Hand zu weisen. Vielleicht haben die Bauern den Hund des Herrn Fürsten erschlagen, weil der ihre Hühner gefressen hat, und dem gnädigen Fürsten haben sie das G’schichtel mit dem Bären gedruckt, um nicht bestraft zu werden.
Das Schneckendenkmal ist erstens einmalig in Europa und steht zweitens in Landegg auf der Hauptstraße neben der Brückenwaage. Es wurde am 7.September 1992 zum Anlaß des letzten Schneckenkirtags aufgestellt. Die Fleischergilde, junge Burschen aus Landegg, dzt. tätig bei der Feuerwehr, tritt beim Seilziehen gegen den kläglichen Rest der Welt an, und demonstriert ihre Kraft durch einen Pflichtsieg. Nicht einmal ein eingeschummelter Traktor konnte das beim letzten Fest verhindern. Nach einer „Gemeinderatssitzung“ bei der die Ortsobrigkeit ordentlich durch den Kakao gezogen wird, folgt die Schlachtung vom Schneck. Rotwein spritzt, man sollts nicht glauben, aus dem Schneck, gar nicht übel, es kann sich jeder selbst davon überzeugen. Früher gabs auch noch die Verhandlung gegen den Schneck, wahrscheinlich weil der den Salat der Leute weggefressen hat und so eine Hungersnot auslöste.


